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Geschichte der Strassenmalerei

Die Strassenmalerei ist in Europa seit dem 16. Jahrhundert bekannt und war anfangs vor allem in Italien verbreitet. In Italien gibt es eine lange Tradition,zu religiösen Festen prachtvolle Prozessionen zu veranstalten. Im Zuge dieser Prozessionen entwickelten sich auch "Strassenmaler", die mit Hilfe von Blütenblättern, farbigem Sand oder Holzkohle ihren Beitrag in Form von religiösen Bildern leisteten. Meist handelte es sich um Mariendarstellungen, deshalb nannte man sie "Madonnaries". Es dauerte nicht lange, da zogen die Madonnaries bewußt von Fest zu Fest, zeigten ihre Kunst und erhielten dafür Geldspenden. Sie gaben ihr Wissen an ihre Kinder weiter, so daß eine Familientradition entstand.

Die Zerstörungen durch den 2. Weltkrieg machten auch vor der Strassenkunst nicht halt. Nach dem 2. Weltkrieg gab es kaum noch reisende Künstler. Seit ca 30 Jahren erfährt die Strassenmalerei aber eine Renaissance. Junge Künstler und Kunststudenten vor allem aus Amerika und Italien begannen mit der Wiederentdeckung dieser Kunstform, aber seit ca 10 Jahren sind die deutschen Strassenmaler eine wichtige treibende Kraft. Ein Auslöser dazu ist bestimmt der - wenn auch oft kritisierte- große jährliche Strassenmalwettbewerb in Geldern. Nicht zufälligerweise kommen die meisten aktiven Strassenmaler vom Niederrhein. Der "Urvater" der neuen deutschen Strassenmalerbewegung heißt Edgar Müller. Nicht nur weil er - neben wenigen anderen - handwerklich zu den absolut Besten seines Fachs gehört, sondern weil er sich auch ständig bemüht, den Strassenmalern in Deutschland ein gutes Image zu verleihen, daß sie unter handwerklichen und künstlerischen Gesichtspunkten sehr gute Arbeit abliefern. Edgar Müller fing auch damit an, die Strassenmalerei passend zur heutigen Zeit im Internet zu präsentieren, und die Strassenmaler können sich, auch wenn sie auf Reisen sind, problemslos im virtuellen Raum des Strassenmaler-Forums treffen und austauschen. Ansonsten treffen sich die Strassenmaler auch privat oder auf Wettbewerben, und es besteht ein kreativer Zusammenhalt, dessen Höhepunkt bis jetzt ein spontanes, riesiges gemeinsames Bild im August 2007 am Kölner Dom bildete. Zu danken ist auch Professor Dr. Dieter Schrage, Kunstdozent an der Wiener Universität, der offiziell die Meinung vertritt, das Strassenmalen eine anzuerkennende Kunst ist. Das wird von anderen Kunstwissenschaftlern schon mal bestritten.

Die heutigen Strassenmaler haben es etwas einfacher als die alten Italiener, denn sie habe moderne Pastellkreiden und praktisch verpackte Pigmente zur Verfügung. Diese sind leicht zu transportieren, haben eine hohe Qualität und sind wasserlöslich, denn ein Strassenbild soll ja wieder verschwinden. Die Themen der Bilder sind nun nicht mehr ausschließlich religiös. Dazu muß man sagen, falls man wirklich direkt vom Strassenmalen leben möchte, muß man Bilder wählen, die im kollektiven Bewustsein sind, daß heißt meistens Reproduktionen alter Meister; Mona Lisa ist der absolute Publikumsrenner. Zum Glück gibt es Wettbewerbe, ca 25 in den USA und in Deutschland eben in Geldern. Bei diesen Wettbewerben kann man auch mit neuen Techniken und Ideen die Anerkennung des Publikums und der Jury und nicht zuletzt ein Preisgeld gewinnen. Nur bei einem Wettbewerb sind religiöse Darstellungen Pflicht, er findet jedes Jahr zu Maria Himmelfahrt in Grazie di Curtatone in der Nähe von Mantua/Italien statt. Dieser Wettbewerb wurde 1972 ins Leben gerufen und wurde in kürzester Zeit sehr populär. Der Ort ist vom Publikum überlaufen, der Bischof segnet den Wettbewerb und die Strassenmaler selber sind sehr berührt von der Atmosphäre.

Für mich persönlich bedeutet Strassenmalen, daß ich meinen Neigungen folgen kann : z. B. ein Selbstbestimmtes Leben führen ; möglichst draußen aufhalten; so viel malen wie möglich. Beim Ölmalen im stillen Kämmerlein muß man alles mit sich selbst ausmachen, beim Strassenmalen bekommt man sofort Feed-Back vom Publikum, in positiver und negativer Hinsicht. Aber durch konstruktive Kritik kann man sich selber schneller entwickeln. Außerdem gefällt mir als Anhängerin der fernöstlichen Religionen die Vergänglichkeit der Strassenmalerei. Die Devise ist "Der Weg ist das Ziel". Hat man sein Ziel erreicht macht man sich auf die Suche nach neuen Wegen. (ok, ein Foto meines Werks hab ich auch gerne) Zweimal das gleiche Bild zu malen ist oft aus finanziellen Gründen notwendig, aber langweilig. Dazu kommt, das Zeit sowieso relativ ist, ob ein Bild 2 Tage oder 500 Jahre hält, ist im Vergleich zur Erdenzeit total egal.

Aber viele Strassenmaler haben doch den Wunsch, die Vergänglichkeit aufzuheben, so kamen sie auf die Idee auf dickes Papier, Spanplatten, Dachpappe oder Leinwand zu malen. Dies hat aber auch viele große Vorteile, man ist z. B. von Ort und Wetter unabhängiger. Bei schlechtem Wetter räumt man die Leinwand weg; und ist am Ort nur Kopfsteinpflaster vorhanden, kann man trotzdem malen. Wohlmöglich kann man sein Werk später verkaufen. Man kann auch in Ruhe schwierige Bildkompositionen entwickeln, wie z. B. die gerade ganz moderne 3d Malerei.

Die 3d Malerei ist zwar modern, wurde aber auch nicht erst heute erfunden. 3d ist eine extreme Verzerrung (Anamorphose) die sich aber streng an die Gesetzte der Perspektive hält. Die Perspektive folgt einem strikten geometrischem System, das eigentlich schon Griechen und Römer kannten. Albrecht Dürer war der erste, der ein illustriertes Buch über Perspektive herausbrachte, und Francois Niceron hat schon im 17. Jahrhundert ein überzeugendes Buch über Anamorphose verfasst. Unter den Strassenmalern entwickelten sich einige Personen zu Perfektionisten auf diesem Gebiet. Allen vorran wieder Edgar Müller zusammen mit Manfred Stader. Sie haben kaum noch Zeit für das "normale" Strassenmalerleben, denn Agenturen aus der ganzen Welt erteilen ihnen Aufträge. Ein anderer Vertreter ist der Engländer Julian Beever, dessen Werke als Selbstläufer durch das Internet geistern. Vor kurzem erst hatte Gregor Wosik die Idee, mit Hilfe eines Rahmens ein 3d Bild mit klassischem Motiv wie ein Bild an der Wand erscheinen zu lassen. Man sieht, die Geschichte der Strassenmalerei in Deutschland ist noch nicht zu Ende geschrieben. Ständig gibt es neue Ideen, und die große Konkurrenz fördert das Streben des Einzelnen, die Qualität seiner Bilder immer noch zu verbessern.


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